Warum Lebenskrisen unsere größten Durchbrüche sind

Warum Lebenskrisen unsere größten Durchbrüche sind

Manchmal glauben wir, das Leben meint es nicht gut mit uns. Und genau in diesen Momenten plant es still und leise unseren nächsten Durchbruch.

 

Kennst du das Gefühl, wenn in deinem Leben vieles schief läuft oder du immer wieder tiefe Rückschläge erlebst? Wie gehst du mit diesen Herausforderungen um? Manchmal trifft uns das Leben sehr hart oder es streut immer wieder Salz in die gleichen Wunden und wir entwickeln manchmal mit der Zeit unbewusst den Glaubenssatz, dass das Leben es nicht gut mit uns meint. Doch wenn wir einmal genauer hinschauen – an all die Krisen, die wir bereits überstanden haben, all die Rückschläge – und uns einmal bewusst werden lassen, dass wir doch meist durch diese Herausforderungen nur noch stärker, größer und schöner geworden sind, dann können wir eines feststellen: Genau das Gegenteil ist der Fall, von dem was wir glauben – denn das Leben meint es gut mit uns. Es möchte, dass wir uns verwandeln. Denn wenn wir diese Rückschläge wirklich annehmen können und auch Verantwortung für unsere oft darin verborgenen Lernaufgaben übernehmen, dann können wir an ihnen unglaublich wachsen und unser ganzes Sein transformieren.

Wenn wir unsere Herausforderungen aus einem anderen Blickwinkel heraus betrachten, dann ändert sich nicht nur der Blickwinkel, sondern auch unsere Realität

Wir treten aus aus unserem Opferbewusstsein und beginnen damit zu arbeiten, was das Leben uns bereitlegt. Und wir müssen nicht mehr andere verantwortlich machen für unser Unglücklichsein. Und wenn wir wirklich mit unseren Lernaufgaben arbeiten, dann lösen sich oftmals unserer Muster auf und sie kehren nicht zu uns zurück. Dann haben wir innere Anteile in uns geheilt, die daran beteiligt waren diese Situationen immer wieder zu erschaffen. Wir können also versuchen unsere Einstellung zu ändern, unser Herz zu öffnen und JA zu sagen, zu dem was geschieht. Was bleibt uns auch anderes übrig? Widerstand leisten? Meist leiden wir dann noch mehr. Manchmal können wir nicht ändern, was das Leben für uns vorsieht. Also ist es leichter, die Herausforderung anzunehmen und versuchen, sie als eine Chance zu sehen. Und ja – der Schmerz ist da – und manchmal scheint er überwältigend zu sein. Und in diesem Momenten – nimm ihn an und lass all die Gefühle da sein, die fließen möchten – alles darf da sein, auch die Wut und Enttäuschung – es geht nicht darum, mental so zu tun, als würde es uns nichts ausmachen. Es geht darum, im Herzen JA zu sagen mit allem was da ist. Das Leben meint es gut mit uns – auch wenn wir es manchmal nicht verstehen können und es unsagbar weh tut – doch haben wir die Krise überstanden, wird uns meist klar, wofür.

Und manchmal steckt dahinter auch ein viel größerer Sinn, der nicht nur allein mit uns selbst zu tun hat. Das Leben liebt uns alle. Ausnahmslos. Jeder Mensch ist wertvoll und hat Aufgaben im Leben. Nimm sie an und du wirst größer denn je.

FRANZISKA REGINA SCHNEIDER

Transformation

Durch

Trennung

Lass Dich Fallen

Lass Dich Fallen

 Lass dich fallen in die tiefen deines Herzens

Weshalb es so heilend ist dich der Trennung hinzugeben

Viele kennen das schmerzhafte Gefühl, wenn wir einer Trennung in die Augen schauen müssen: Obwohl wir uns im Herzen etwas anderes wünschen, verläuft die Beziehung in zwei verschiedene Richtungen und wir können das einfach nicht akzeptieren oder verstehen. Wir wollen einfach nicht, dass das geschieht – wir wollen mit allen Mitteln versuchen, die Situation unter Kontrolle zu bringen oder an der Beziehung festzuhalten. Wir wollen alles versuchen, um das zu vermeiden, was uns in Wirklichkeit bevorsteht.
Auch ich kenne diese inneren Widerstände in früheren Trennungen oder Begegnungen. Wie sehr wollte ich festhalten an der Verbindung. Wie sehr habe ich mich gesträubt, gegen das, was eigentlich immer unvermeidbar war. Gegen das, was in der Essenz eigentlich immer das Richtige für mich war. Und wie sehr habe ich mich selbst, mit diesem Widerstand, der da in mir war, bestraft und verletzt.
 
Irgendwann kam ich an einen Punkt in meinem Leben, an dem ich einer erneuten Trennung gegenüberstand und der Schmerz mein Herz überschwemmte, wie nie zuvor. In diesem Moment ergab ich mich dem Leben und gab mich völlig hin. Mein Herz schrie plötzlich aus seinem tiefsten Inneren heraus JA – JA ich nehme die Trennung an, so wie sie sein soll – JA ich nehme diese Aufgabe an – JA ich will das Leben so wie es jetzt gerade ist, so wie es jetzt sein soll. Wellen des Schmerzes, der Glückseligkeit und einer tiefen Berührtheit überkamen mich gleichzeitig und der Schmerz wurde langsam weicher, sanfter und weniger.
 
Mit diesem Moment veränderte sich mein Leben und es war, als würde plötzlich alles für mich möglich sein, als würde das Leben mir plötzlich alles bereit halten, was ich vorher nie geglaubt hätte.
Ich habe diese wertvolle Erfahrung gemacht und möchte diese kraftvolle Herzerfahrung jedem teilen, der daran interessiert ist, eine neue Ebene der Liebe zu erfahren. Denn als ich diese schmerzvolle Situation in meinem Herzen wirklich angenommen habe und vollkommen Ja zu ihr gesagt habe, hat sich mit diesem Moment mein Leben zum Positiven verwandelt und eine neue Liebe, die viel größer und schöner ist, als ich es mir jemals vorgestellt habe.

Manchmal hat das Leben anderes mit uns vor

 

Manchmal ist es so, dass das Leben für uns Erfahrungen und Wege vorsieht, die nicht übereinstimmen mit dem, was wir uns wünschen oder wonach wir uns von Herzen sehnen. Dahinter verbirgt sich dann meist eine Aufgabe, die das Leben für uns vorsieht. Wenn wir uns aber dieser Aufgabe widersetzen, sie nicht erleben wollen, dann befinden wir uns in einem Konflikt mit dem Leben. Wir schwingen nicht mit dem Leben, sondern wir kämpfen dagegen an, und das ist es, was uns meist noch tiefer ins Leiden und in den Schmerz führt.
Wenn wir es aber schaffen unser Herz dem Leben zu öffnen, dann können Wunder wahr werden. Alles hat seinen Sinn und seine Ordnung. Meist erkennen wir das erst im Nachhinein. Wenn wir vorher also dem Leben voll und ganz vertrauen, dann können wir uns viel Schmerz und Leiden ersparen.

FRANZISKA REGINA SCHNEIDER

Transformation durch Trennung

Dein Herz Kann Alles Tragen

Dein Herz Kann Alles Tragen

Dein Herz Kann Alles Tragen

Unser Herz ist die größte Kraft in uns – Erwecken wir sie zum Leben können wir alles überwinden

 

Die Kraft des Herzens kann alle Stürme des Lebens überstehen. Mögen sie auch noch so überwältigend sein. Zweifel und Angst, Schmerz und Leid, Wut und Hass, Feindschaft und Zerstörung – nichts von all dem kann der Kraft des Herzens wiederstehen. Denn das Herz weiß tief im Inneren. Es kennt die Wahrheit. Es kämpft nicht und greift nicht an, es verurteilt und verbannt nichts – es hegt keinen Ärger, überredet nicht und verteidigt sich nicht. Es versteht und nimmt in Mitgefühl an. Was ohne Widerstand verstanden und angenommen wird, entzerrt sich und entschleiert seine wahre Natur: Die Liebe. So verwandelt die Kraft des Herzens alles in den Ursprung zurück, in die Liebe.

Besonders ein Satz aus der Bibel, der diese Wahrheit aufgreift, hat mich schon immer tief berührt:

Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34)

Wenn wir fähig sind zu lieben, gerade dann wenn es keinen Sinn macht, wenn wir also sogar unsere ärgsten Feinde lieben können, weil wir tief in unserem Herzen durch die Kraft unseres Mitgefühls verstehen und vergeben können, dann haben wir unser Herzzentrum zum Leben erweckt. Wenn wir zu dieser außerordentlichen Güte fähig sind, dann gibt es für uns kein Zurück mehr, dann können wir alles in unserem Herzen aufnehmen, ohne dass wir daran zerbrechen. Dann sind wir so kraftvoll, dass uns nichts mehr schaden kann. Wir sind offen, wir laden alles ein und transformieren es in Mitgefühl und Güte. Diese Kraft ist stärker als jede Schutzmauer, die wir jemals errichtet haben.

Wir können lieben und vergeben, genau in dem Moment, in dem wir uns eigentlich zusammenziehen würden und uns sogar noch mehr öffnen und jegliche Abwehrmechanismen loslassen. Wir bleiben absolut offen, sagen JA zu dem was unvermeidbar ist und werden dadurch unverwundbar. Deine Herzenskraft ist dann so groß, dass sie alles in sich halten kann, alles beinhalten und einschließen kann. All die Dinge, die dich treffen wollen, werden mit bedingungsloser Liebe umspült, gereinigt, und somit verwandelt in die wahre Liebe, den Ursprung unseren Seins.

Unsere Herzenskraft zu erwecken ist wohl eine der unglaublichsten Aufgaben in unserem Mensch-Sein. Es ist ein tiefes Verstehen, nicht aus dem Verstand heraus, sondern aus der Tiefe deines Wesenskerns. Es ist ein sich immer wieder öffnen, sich immer wieder darauf einlassen. Immer wieder JA sagen. Sich immer wieder zu entscheiden, wenn du an der Weggabelung stehst: Entscheide ich mich für die Liebe oder für die Angst, den Hass, den Groll? Es ist immer wieder eine bewusste Entscheidung. Hat sich jedoch dein Herz nur ein einziges Mal erinnert und diese Kraft aktiviert, dann gibt es kein Zurück. Dann ist das der zarte Beginn des Aufwachens deiner Herzensenergie.

 

Warum dein Herz alles tragen- aber niemals alles akzeptieren kann und warum dieser feine Unterschied so wichtig ist

Es ist hierbei jedoch sehr wichtig, den Unterschied zu erkennen, zwischen dem, was dein Herz tragen und was es akzeptieren kann. Ein tiefes und hingebungsvolles JA zu sagen, dem gegenüber was dir geschieht oder bereits geschehen ist, bedeutet nicht, all die Not, das Leid, den Krieg auf der Welt und die Taten der Menschen wortlos hinzunehmen und zu akzeptieren. Das Herz kann diese Dinge niemals akzeptieren – es würde immer und in jedem Moment des Lebens alles dafür tun, dass sich Frieden ausbreitet, es würde helfen, unterstützen und sich vollkommen hergeben für die Rettung der Welt.

Alles zu tragen bedeutet, die Welt so zu verstehen wie sie ist oder aktuell leider noch ist. In unserer Welt gibt es Frieden und Unruhe. Freude und Leid. Jeder von uns trägt gute und schlechte Seiten in sich. Jeder von uns war einmal Opfer und Täter. Indem wir JA zu diesem jetzigen Zustand sagen und verstehen, dass wir alle auf einer Ebene gleich sind und keinen Widerstand dagegen aufbauen, kann unser Herz auch die schlechten Dinge verarbeiten ohne dabei wirklich verwundet zu werden. Das bedeutet aber nicht, dass wir dieses Jetzt nicht verändern können und alles dafür tun wollen, um diese Realität, in der wir immer noch leben, in Liebe und Mitgefühl zu etwas Besserem zu machen.

Niemals können wir Leid akzeptieren. Dies ist eine der wichtigsten Eigenschaften unserer Herzen. Jedoch können wir es verstehen lernen, uns ihm in Mitgefühl öffnen wenn es unvermeidbar ist, und so unsere Unverwundbarkeit erwecken.

In Liebe gehen lassen – Mit Heilmeditation

In Liebe gehen lassen – Mit Heilmeditation

Wahre Liebe ist es, einen geliebten Menschen gehen zu lassen, wenn er es möchte

Warum es uns so schwerfällt loszulassen

Wir alle kennen dieses Gefühl, wenn ein geliebter Mensch sich von uns abwendet oder aus unserem Leben geht, wir getrennt werden von dieser uns so wichtigen Person oder sich unsere Wünsche und Bedürfnisse in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Wir bewegen uns von einer Einheit langsam heraus in eine Distanz, die wir meist nur schwer aushalten können, wenn wir diese Trennung nicht wollen. Wir versuchen festzuhalten, da der Schmerz uns überrollt und wir haben das Gefühl, den sicheren Boden unter den Füßen, ja sogar komplett die Kontrolle zu verlieren und ein Teil von uns würde sterben.

Wir glauben, dass eine andere Person uns vollständig macht, uns erfüllt. Wir tragen tief in unseren Herzen eine Sehnsucht nach Erfüllung, nach Einheit. Wir können diese Einheit, diese Verbundenheit, in manchen Momenten des Lebens mit einem Menschen teilen und diese Momente können überwältigend schön sein. Jedoch kann ein anderer Mensch uns niemals dauerhaft so erfüllen, wie wir es uns wünschen, denn jeder von uns ist einzigartig und hat seinen eigenen Weg zu gehen. Niemand kann seinen Weg für unseren Weg opfern.

Wir suchen also unsere Erfüllung dort wo wir sie niemals dauerhaft finden können. Wir legen all den Glauben und die Hoffnung auf Verbundenheit auf die Schultern einer Person und dabei sehen wir nicht, dass dieser Mensch diese Erwartungen manchmal nicht mehr erfüllen kann oder will. Wenn dies geschieht, sind wir oft tief enttäuscht und der Schmerz ist unsagbar groß.

Jeder Mensch ist auf seinem eigenen Weg

 

Die Wege die wir gemeinsam gehen sind nicht für immer identisch mit unserem Weg, mit unseren Bedürfnissen, mit unseren Vorstellungen, Werten und Erwartungen. Jeder Weg ist einzigartig. Jeder Mensch muss sich individuell auf seinem eigenen Weg weiterentwickeln und wachsen. Unsere Wege kreuzen sich, verlaufen ein Stück gemeinsam in der gleichen Richtung und trennen sich manchmal wieder. Das ist natürlich und wichtig anzuerkennen. Doch wir sehen diese Wahrheit nicht, denn wir halten fest an dem Wunsch, mit dieser Person zu verschmelzen, wir halten an Erinnerungen, an all den wundervollen Momenten die man gemeinsam miteinander verbracht hat, an den Zielen die man zusammen gesteckt hatte und an den Vorstellungen wie man miteinander das Leben gestaltet, fest. Und auf eine Weise ist das auch ganz natürlich. Nur wenn wir zu sehr festhalten, leiden wir.

Wir übersehen, dass Menschen sich weiterentwickeln und verändern. Und wenn es soweit ist, dass die Wege sich trennen, dann fühlen wir vielleicht Wut und Ärger, Enttäuschung und Verletzung. Was aber die verborgene Wirklichkeit dahinter ist, ist dass wir uns dem Leben so wie es ist, widersetzen. Wir leisten Widerstand gegen das, was geschieht. Wir können nicht akzeptieren, dass unser geliebter Mensch sich in eine andere Richtung entwickelt und verurteilen ihn vielleicht sogar für seinen natürlichen Veränderungsprozess. Dies ist keine wahre Liebe. Auch wenn es noch so weh tut, wenn wir den anderen zwingen wollen unseren Vorstellungen und Bedürfnissen zu folgen, dann respektieren wir seine Einzigartigkeit nicht und trennen uns ab vom Leben.

Der Widerstand gegen das, was geschieht, ist die Trennung vom Leben. Das Leben ist Ausdehnung, Veränderung und Entwicklung. Wenn wir uns diesem Prozess widersetzen, dann schwimmen wir nicht mit dem Leben, sondern dann kämpfen wir gegen Wellen an, die wir nicht überwinden können und dies kostet uns mehr Kraft denn je. Dann leiden wir. Wir können nur mit dem Leben schwimmen, uns umspülen lassen vom Schmerz, ja zu ihm sagen, sodass er leichter und leichter wird. Dies geschieht in der Tiefe unserer Herzen, mit der allergrößten Kraftquelle in uns:

Bedingungslose Liebe, Mitgefühl und Vergebung

Wie wir lernen können, den geliebten Menschen als eigenständiges Wesen anzuerkennen noch bevor die Wege sich trennen

Das Schöne ist, dass wir unsere Partner oder unsere geliebten Menschen jetzt schon gehen lassen können, auch wenn sie noch da sind. Tief im Inneren unserer Herzen. Wenn wir dies üben und vollkommen in unser Herz integrieren, dann können zwei Menschen sich vollkommen in ihrer Andersartigkeit, Einzigartigkeit und Individualität sehen und begegnen. Dann ist da Anerkennung, wahre Liebe und Respekt und unsere Beziehungen werden harmonischer und leichter, da wir unser Gegenüber so sein lassen können, wie dieser gerade sein möchte oder sich entwickeln möchte.

Nicht immer ist dann eine Trennung nötig, da wir uns in der Verbindung, in der Einheit miteinander gleichzeitig ebenso frei entfalten können, so wie unsere eigene Entwicklung es erfordert.

Menschen aus dem Herzen heraus gehen lassen

Jemanden wirklich gehen zu lassen, bedeutet, ihn aus vollem Herzen mit seinem eigenen Lebensweg in Liebe anzuerkennen und zu respektieren. Dies können wir zum Beispiel jeden Tag üben, indem wir uns tief mit diesem Menschen in unserem Herzen verbinden und lernen ihn wahrhaftig zu sehen, so wie er als eigenständiges Wesen ist. Seine eigene Geschichte, seine Bedürfnisse, seine Wünsche, seine Vorstellungen und Werte wirklich zu sehen und schlussendlich anzunehmen, auch wenn sie nicht übereinstimmen mit den eigenen. Ja zu sagen, zu dem einzigartigen Weg, den jeder Mensch zu gehen hat, auch wenn dieser Weg sich anders entwickelt als der eigene und es noch so weh tut.

Übe diese Meditation regelmäßig, wenn du gerade Abschied nimmst und der Schmerz wird ein wenig leichter werden.
Übe diese Meditation regelmäßig, wenn dieser Mensch den Weg noch mit dir teilt, und die Beziehung zu ihm wird harmonischer werden.
Öffne dein Herz in Mitgefühl, bedingungsloser Liebe und Vergebung.

Heilmeditation - In Liebe gehen lassen

von Franziska Regina Schneider

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Warum Eine Schutzmauer Dich Nicht Schützt

Warum Eine Schutzmauer Dich Nicht Schützt

Warum eine Schutzmauer Dich nicht schützt

Wie wir uns Stein für Stein verbarrikadieren

Wir alle erleben im Laufe unseres Lebens Enttäuschung und Verletzung. Meist bereits von klein auf – manchmal werden wir verlassen, abgelehnt, verurteilt oder verspottet für das was wir sind und wie wir uns fühlen. Wenn wir den Erwartungen unserer Eltern nicht entsprechen oder nicht in das perfekte Bild einer Gesellschaft hineinpassen werden wir oft bewertet. Oder wir werden von der Liebe unseres Lebens erschüttert, da sie unseren Erwartungen nicht entspricht. Auch lernten wir von klein auf, dass es sich nicht gehört, Gefühle oder Schwäche zu zeigen – uns wurde antrainiert uns nicht so zu zeigen, wie wir tief im Inneren wirklich sind oder wir haben dieses Muster als Überlebensstrategie für uns entwickelt. Wir lernten uns hinter einer Fassade zu verbergen, still und leise. Und diese Fassade wurde Stein für Stein zu einer dichten Mauer – mit jeder Verletzung wurde sie noch mächtiger.

Warum tun wir das?

Sicherlich geschieht dies größtenteils unbewusst – wir versuchen uns vor den teils argwöhnischen Blicken und Bewertungen unserer Gesellschaft zu schützen und wir wollen uns vor noch mehr Verletzung, Schmerz und überwältigenden Gefühlen bewahren. Wir schneiden unsere Gefühle ab und sperren sie weit hinter den Mauern ein. Manchmal haben wir selbst sogar Angst vor unseren Emotionen und manchmal platzen sie auf wie ein Vulkan der plötzlich ausbricht.

Jedoch lösen sich diese abgeschnittenen Anteile leider nicht in Luft auf, sie sind immer noch da, immer noch Teil von uns und sie warten in uns unermüdlich und unruhig darauf, befreit zu werden. Ich hole sogar noch weiter aus – diese Anteile wirken wie Magnete: Sie ziehen Menschen und Situationen in dein Leben, die diese Gefühle immer wieder triggern und spiegeln. So verschaffen sie sich Gehör und machen auf sich aufmerksam. All das mit nur einem einzigen Wunsch: Erlöst zu werden. Sie sind wie Kinder, Schattenkinder, verlassen und weggesperrt, tief in deiner Brust, wimmernd.

Mauern haben ein Eigenleben

Ich selbst kenne diese Zustände allzu gut und habe im Laufe meines Lebens eine riesige Mauer um mein Herz gelegt. Schleichend wurde sie dicker und dicker und hat sich total verselbstständigt. Auch heute noch ertappe ich sie manchmal dabei, wie sie meine Brust plötzlich wieder umarmen- und meine Gefühle versteinern will. Du musst wissen, Mauern sind clever und entwickeln mit der Zeit ein Eigenleben. Meine wurde so groß, dass ich mich fast 10 Jahre lang auf keine erfüllbare und intime Nähe mehr eingelassen habe. Durch diese enorme Barrikade habe ich mich sicher gefühlt, so konnte mir nichts allzu Schlimmes mehr passieren. Ich wollte auf meine Mitmenschen stark und unabhängig wirken und unantastbar. Und vor allem wollte ich die Schattenanteile in mir zu keinem Preis offenbaren – die Gefahr verlassen zu werden, war – in meinem Kopf – wohl zu präsent und groß.

Wir glauben also, dass wir geschützt sind, wenn wir diese Panzer um unser Herz legen. Wir glauben also unverletzbar zu sein, wenn wir diese Schutzwesten tragen, wenn wir uns zusammenreißen und uns so verhalten, wie man es von uns erwartet oder wie es anerkannt ist.

Hast du dich jemals gefragt ob das wirklich die richtige Methode ist?

Der Schein trügt – was die scheinbar kostbare Festung wirklich mit uns macht

Jeder der schon einmal länger mit einer Festung um sein Herz gelebt hat, weiß dass sich das Leben mit ihr an der Seite nicht gerade schön anfühlt. Wir spalten uns von unserem wahren Sein ab und spielen eine Rolle. Wir maskieren uns und können unser ganzes Sein nicht zum Ausdruck bringen. Wir fühlen vielleicht auch eine Enge in der Brust, weil wir unsere Emotionen zusammenhalten- und zusammenziehen müssen und eine Enge im Hals, weil die Brücke zwischen unserer inneren Realität und unserer äußeren Realität versperrt ist. Es entsteht Disharmonie in Körper, Geist und Seele. Es entsteht eine Kluft zwischen unserem wahren Sein und der Welt da draußen. Es entsteht Trennung.

Unsere Schutzmauern schützen uns exakt vor dem Leben nach dem wir uns sehnen

Was die Mauer also wirklich mit uns macht, ist genau das Gegenteil, von dem was wir uns wünschen und nach dem wir uns sehnen. Sie trennt uns ab vom Leben, sie schafft Distanz und löst Verbindungen auf. Echte Nähe und ein intimes, wahrhaftiges Sich-Begegnen in authentischer und tiefster Wahrheit wird unmöglich. Wir stoßen uns sogar ab von den Menschen, von denen wir uns Nähe wünschen, wenn wir uns nicht zeigen, wie wir sind. Wir spielen Spiele wie die Kinder, und glauben dabei clever und stark zu sein, jedoch merken wir dabei nicht, wie unser Spiel zum Verhängnis wird: Wir verlieren Verbundenheit, wir verlieren unsere Herzverbindung, wir können uns nicht auf einer Herzebene begegnen, denn das Herz ist umringt von schweren Steinen.

Wir werden alle zu kleinen Igeln. Und die Stacheln tun unseren Mitmenschen weh, wenn sie näher kommen wollen. Igel sind hervorragende Beispiele für diesen Schutzmechanismus. Igel jedoch reagieren aus ihren Instinkten heraus, in Momenten der lebensgefährlichen Bedrohung, da sie sich nicht anderweitig oder körperlich wehren können. Sie schützen nicht ihr Herz sondern ihre Existenz. Wir Menschen jedoch sind längst nicht mehr solch existenziellen Gefahren ausgesetzt, die unser Überleben fordern oder uns in körperliche Not bringen. Nein, unser Herz ist sogar so kraftvoll, dass es all die Schmerzen tragen kann und sogar transformieren kann. Es stirbt nicht, nein, es gewinnt dadurch sogar an Stärke.

Mehr dazu auch in meinem Beitrag: „Dein Herz kann alles tragen“

Wie wir Schritt für Schritt unsere Mauern einbrechen und unsere unterdrückten Gefühle aus der Gefangenschaft holen

Wenn wir also jetzt wissen, dass Schutzmauern unsere Herzen verschließen und es lediglich unsere größte Sehnsucht ist, vor der sie uns bewahren, wie können wir also diese Mauern zum Einsturz bringen?

Die Antwort ist: gar nicht! Wir können und dürfen unsere Mauern auf keinen Fall einstürzen. Unsere Mauern sind intelligente Schutzmechanismen, die uns als Kleinkinder geschützt haben, als wir noch abhängig waren. Wir können diese Mauern nur mit einem hohen Grad an liebevoller Achtsamkeit langsam und sehr behutsam Stein für Stein abbauen. Dies ist je nach Größe der Mauer ein langer Prozess und bedarf eventuell sogar einer Unterstützung durch einen erfahrenen Begleiter. Wir laufen sonst Gefahr, von den dahinter verborgenen Gefühlen und verwahrlosten Anteilen überwältigt zu werden. In dem Prozess des sich Öffnens und der Integration der versteckten Schattenkinder in uns geht es hauptsächlich um das vollständige Fühlen der alten Emotionen. So können diese unruhigen Anteile in uns erst einmal behutsam gesehen werden. Es ist wie als würde ein Anteil aus einer jahrelangen Höhle nach Jahrzehnten das erste Mal wieder ans Tageslicht geführt – dies kann nicht plötzlich-, sondern muss ganz langsam geschehen, damit der Anteil sich erst einmal an das Licht gewöhnen kann. Hat das Gefühl dann ausreichend Zeit gehabt, Sonne – also Liebe – zu tanken, dehnen wir es aus, damit wir es aus seiner Kontraktion, seiner Enge, befreien und es sich somit auflösen kann.

Erfahre mehr über die Ausdehnungsmethode, mit der ich arbeite

Sehnst du dich nach Nähe und Verbundenheit ?

Wenn du mehr erfahren möchtest wie du deine Schutzmechanismen lösen kannst oder dir eine erfahrene Begleitung wünschst, dann freue ich mich mit dir zu arbeiten!